Vorsicht vor falschen Enkeln

28. September 2020 : Ende September wurde versucht eine Hofoldinger Seniorin mit dem sogenannten Enkeltrick zu betrügen, was Gott sei Dank nicht geglückt ist.

Ende September wurde versucht eine Hofoldinger Seniorin mit dem sogenannten Enkeltrick zu betrügen, was Gott sei Dank nicht geglückt ist.


Aus gegebenen Anlass möchten wir deshalb, in Abstimmung mit der Polizeiinspektion 28 Ottobrunn über diese hinterhältige Form des Betruges informieren.


Für die Opfer dieser Betrugsform hat dies oft existenzielle Folgen, denn sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden.


Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht.“ Oder ähnliche Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und alleinlebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer als äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.


Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.

TIPPS IHRER POLIZEI GEGEN DEN ENKELTRICK


• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.

• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

• Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

• Lassen Sie sich nicht drängen oder unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

• Wenn der Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen.

• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.

• Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

• Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

• Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Hertha Schmidtwird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

• Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

Wenn Sie solche Anrufe bekommen oder sogar Opfer dieser Betrugsmasche geworden sind, dann wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die Polizeiinspektion Ottobrunn PI28.
Ansprechpartner ist Herr Rudi Elfinger, Tel.-Nr. 089/ 62980 – 131,
e-mail: pp-mue.muenchen.pi28@polizei.bayern.de

Quelle: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/

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