Wegkreuz restauriert – Geschichtliches zum Innehalten

04. Mai 2020 : Bei der Baumkontrolle im Sommer 2019 stellte die gemeindlich beauftragte Baumsachverständige fest, dass die 150 Jahre alte Esche an der Otterloher Straße / Ecke Am Osterholz die Verkehrssicherheit in dem Kreuzungsbereich zu sehr gefährdet.

Die nicht mehr zu rettende Esche wurde im September 2019, in Zusammenarbeit mit der Kranfirma Vorleitner und dem Baubetriebshof Brunnthal, von der Baumpflege-Firma gefällt und der beeindruckende Wurzelstock entfernt.

Für die Fällung musste das alte und wohl zu Beginn des letzten Jahrhunderts aufgestellte Wegkreuz abmontiert werden. Auf Grund seines geschichtlichen Hintergrundes und Verbindung zum ehemaligen Anwesen Josef Wolf sollte das Wegkreuz an seinem ursprünglichen Standort und Gemeindegrund wieder aufgebaut werden.

Das Anwesen "Wolf" 1965
Das alte Sägewerk

Das Wegkreuz geht zurück in das 19. Jahrhundert und ist der letzte Hinweis auf das alte Sägewerk bzw. der Sägewerksgenossenschaft Brunnthal. Die vorhandenen Initialen „B Sch.“, sowie die Jahreszahl 1891, deuten auf „Balthasar Schachtner“, dem Vorbesitzer des Sägewerks Brunnthal, hin.

Bezüglich der Jahreszahl 1891 bedarf es noch einiger Recherchearbeit ob es sich dabei um sein Geburts- oder Sterbedatum handelt, oder ob dies lediglich das Aufstelldatum des Kreuzes ist.

Das Wegkreuz wurde zur Restauration an die Hofoldinger Schlosserei Tegel übergeben. Die Galerie Kersten hat bei der Beratung zur Restauration der Jesusfigur durch Herrn Dr. Weinstock ebenfalls engagiert mitgewirkt.

Eine Besonderheit stellt die Kombination aus Jesusfigur und der darunter stehenden Madonnenfigur dar, was eine eher ungewöhnliche Konstellation für unsere Gegend ist. Beide Figuren konnten restauriert werden und bekamen eine neue goldene Lackierung, das alte Dach jedoch, musste durch ein neues Kupferdach ersetzt werden. Für den Sockel konnte ein Findling von der Fa. Otto Huber Transporte aus Hofolding erworben werden.

Das alte Wegkreuz erstrahlt nun seit März in neuem Glanz und die im Herbst gepflanzte junge Eiche  ist bald ein würdiger Ersatz für die alte Esche.

Sobald es die Witterung zulässt wird der Brunnthaler Bauhof den Platz mit Erde auffüllen und Gras ansähen. Später, wenn unsere Verkehrsinseln bepflanzt werden, wird ein Blumenbeet angelegt.

Alle beteiligten Firmen und Akteure haben dazu beigetragen ein Stück Brunnthaler Geschichte zu bewahren, dafür bedankt sich die Gemeinde Brunnthal sehr herzlich.

Text und Fotos: Gemeindeverwaltung Brunnthal

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