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Brunnthaler Konzerte

Die Gemeinde feierte 2017 das 30jährige Bestehen der Konzertreihe. Es werden jährlich fünf bis sechs Konzerte, darunter ein Konzert für Kinder, ein Streichquartett-Abend und ein Jazzkonzert, veranstaltet. Für Aufführungen mit Klavier steht ein Steinway-C-Flügel zur Verfügung. Namhafte Solisten und Ensembles treten im Musiksaal Brunnthal auf. Der Saal ist Teil des Musikhauses Brunnthal und wird wegen seiner besonderen Atmosphäre und Akustik vom Publikum, den Musikern und der Presse gelobt.

Informationen zu unserem nächsten Konzert:

Duo-Abend

Felix Eberle, Fagott
Irene Fenninger, Harfe

Duo- und Solowerke von
Piazzolla, Glière, Marcello, Zabel, Duda, Alhamwy

Aus dem Schatz der Folklore

Beim kommenden Konzertabend, dessen Programm ausschließlich Werke für Duo Fagott / Harfe und Harfe solo beinhaltet, wird das Fagott in dieser solistischen Ausprägung zum ersten Mal bei unseren Brunnthaler Konzerten zu hören sein. Da uns die Harfe, dieses prachtvolle Instrument, schon vertrauter als das Fagott erscheint, sei hier über das tiefe Holzblasinstrument Fagott ausführlicher berichtet:

Das Fagott gehört hinsichtlich der Tonerzeugung zu den Zungenpfeifen; es klingt in der Tiefe voll, in der Mittellage weich und geschmeidig, nach der Höhe zu nasal. Die reiche Klangfarbenskala macht das Fagott zu einem sehr wertvollen Orchesterinstrument. Die Ausdruckswerte reichen vom Grauen des Inferno (venezianische Oper des 17. Jh.) über kantables Espressivo (Mozart) bis zum Grotesk-Komischen (R. Strauss). Im 18. Jh. hält man in Frankreich das Fagott für ein Instrument, das in pathetischen, leidenschaftlichen Stellen angewandt werden sollte, und rühmt man dessen sanften, melancholischen und religiösen Charakter. In Deutschland wird es mitunter das Instrument der Liebe genannt. Es wird bestimmt interessant werden zu erleben, welchen Charakter das Fagott in unserem Abend bei den Werken des 20. Jh.s annehmen wird.

Herr Eberle, der Fagottist des Abends, schreibt über die Werke folgendes: „Unsere zeitgenössischen Werke sind durchaus nicht experimentell. Ich habe bei dem Syrer Shalan Alhamwy, dem ich die Suite für Fagott und Harfe mit sehr unterschiedlichen Sätzen (Marsch/Elegie/Scherzo) in Auftrag gegeben hatte, keinen Wunsch geäußert, was die Komposition betrifft. Seine Klangsprache ist kombiniert mit ein paar syrischen Rhythmen, z.B. 5/4 und 7/8 Takte und erinnert mich sehr an Schostakowitsch. Aber auch von Tansman ist in seinem Kompositionsstil etwas dabei.

Jörg Duda, z.Zt. Kirchenmusiker in München, zitiert in seiner Fantasia II op.29,2, die original für Tuba und Harfe geschrieben ist, eine ganze Reihe skandinavischer, vor allem finnischer Volksweisen. Auch hier kommt ein 7/8 Takt, rhythmisch wie ein Folklore-Tanz, vor. Das Werk ist ein echtes Duo, wo die Harfe nicht nur begleitet. Alles ist tonal. In der Mitte gibt es sogar eine Fuge.

Was die Werke für Harfe solo angeht, so ist das Impromptu op.35,9 von Reinhold Glière (1875-1956) unkomplizierte französische Romantik.

Die Zwei Jahreszeiten für Harfe von Astor Piazzolla (1921-1992) sind von den Klängen des Tango und des Jazz geprägt und von durchaus neutönenden aggressiven Klängen und einer fast bedrohlichen Dramatik, wie sie für Piazzolla typisch sind, durchsetzt.“

In der 'Fantaisie sur les motifs de l'opéra FAUST de Ch.Gounod' für Harfe von Albert Zabel (1834-1910) stellt die Harfe ihre Virtuosität in all ihren Farben prunkvoll und raffiniert dar.

Eingeleitet wird der Abend mit dem festlichen barocken Oboenkonzert arr. für Fagott und Harfe von Alessandro Marcello (1669-1747).

Zu den Künstlern des Abends: Felix Eberle und die Harfenistin Irene Fenninger stammen aus Bayern. Bald brachte die Karriere beide nach NRW. Eberle ist Solofagottist des WDR Funkhausorchesters und schon seit Jahren als einspringender Solofagottist bei hochrangigen deutschen und englischen Orchestern gefragt.  Kraft großer Orchestererfahrung erhielt  Fenninger,  Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, 2018 einen Praktikanten-Vertrag der Duisburger Philharmoniker und ist seitdem dort als Harfenistin tätig.

 

 

Karten zu € 20 / erm. € 13 bei Frau Schober von der Gemeinde Brunnthal, Rathaus, Münchner Straße 5 und unter Tel. 08102 / 89012 Mo - Fr, 8 -12 Uhr und an der Abendkasse.

Klavierschule Brunnthal - Schülerkonzerte
im Musiksaal des Musikhauses Brunnthal, Hofoldinger Straße 16, Brunnthal                                                                              

                                                           Schüler von:

So, 02. Juli 2017  11 Uhr                  Christoph Amtmann
So, 02. Juli 2017  16 Uhr                  Stephanie Steinbauer und Frederic Jost               
So, 16. Juli 2017  17 Uhr                  Christoph Amtmann                       

Eintritt frei