Brunnthaler Konzerte

Die Gemeinde feierte 2017 das 30jährige Bestehen der Konzertreihe. Es werden jährlich fünf bis sechs Konzerte, darunter ein Konzert für Kinder, ein Streichquartett-Abend und ein Jazzkonzert, veranstaltet. Für Aufführungen mit Klavier steht ein Steinway-C-Flügel zur Verfügung. Namhafte Solisten und Ensembles treten im Musiksaal Brunnthal auf. Der Saal ist Teil des Musikhauses Brunnthal und wird wegen seiner besonderen Atmosphäre und Akustik vom Publikum, den Musikern und der Presse gelobt.

Informationen zu unserem nächsten Konzert:

Samstag, 8. Februar 2020   20 Uhr
Musiksaal Brunnthal, Hofoldinger Straße 16

Duo und Solo
Violine
Klavier

Milena Wilke, Violine
Tatiana Chernichka, Klavier

Werke von Wilke, von Dohnanyi, Suk, Prokofiew, Wieniawski

Reise durch Osteuropa

Milena Wilke (Violine) und Tatiana Chernichka (Klavier) nehmen Sie mit auf eine Reise durch Osteuropa. Beginnen wird das Programm mit einer von der Halb – Serbin Milena Wilke (*1996) geschriebenen Rhapsodie für Violine solo, das auf einem ebenfalls selbst verfassten Gedicht basiert, welches große Fragen an das Leben stellt. Aufgegriffen werden diese von den durch die tiefgehende Tonsprache der Spätromantik geprägten Werken. Dass das Ende der Rhapsodie unerwarteterweise in cis-Moll endet, ist kein Zufall. Es reicht das große, sich am Ende des Gedichts von Milena Wilke auftuende Fragezeichen weiter an die vom ungarischen Komponisten Ernst von Dohnanyi (1877-1960) geschriebene, ebenfalls in cis-Moll stehende Sonate für Violine und Klavier, die sich auf die Suche nach Antworten begibt. Mit dem Ende der Sonate blickt Ernst von Dohnányi unerwartet doch noch optimistisch in die Zukunft - als würde es die Sonne an einem kalten und nebeligen Tag nach vielen vergeblichen Bemühungen doch noch schaffen, uns mit einem wärmenden Lichtstrahl zu bescheinen und die Farbpracht der Welt und des Lebens wieder zum Leuchten zu bringen. Farbenprächtig sind auch die vom russischen Komponisten Sergej Prokofiew (1891-1953) geschriebenen fünf Melodien, auch wenn die Farben und Konturen durch die teilweise impressionistisch anmutende Kompositionsweise recht häufig ineinander verschwimmen und dadurch oftmals kein klares Bild erkennbar ist. Das passt zum Ursprung dieses Werks, den fünf Vokalisen, also nur auf Vokalen gesungenen Musikstücken. Bei diesen „Liedern ohne Worte“ handelt es sich aber mitnichten um Lieder ohne Inhalt. Haben sie nicht sogar aufgrund der unendlichen Auslegungsmöglichkeiten viel mehr Inhalt als mit Worten? Bei den vier Stücken für Violine und Klavier des tschechischen Komponisten Josef Suk (1874-1935), der übrigens Antonin Dvoráks Schwiegersohn war, handelt es sich um ein eher unbekannteres Werk, das aber deshalb nicht weniger Aufmerksamkeit verdient! Im Gegensatz zu Prokofiews fünf Melodien, bei denen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes selbst ein Bild machen mussten, gibt uns Josef Suk mit seinen Satzbezeichnungen „Quasi Ballata“, „Appassionato“, „Un poco triste“ und „Burleska“ klarere Angaben zu seinen Assoziationen zu jedem der vier Stücke.

Am Anfang des Programms steht ein großes Fragezeichen und eigentlich begeben sich die Musikerinnen mit ihrem Programm auf die Suche nach Antworten. Doch schlussendlich stoßen sie nun bei Goethes „Faust“ auf unendlich viele weitere Fragezeichen. Nicht umsonst scheiden sich über dieses Werk bis heute die Geister. Darüber, wie sehr dem polnischen Komponisten Henryk Wieniawski (1835-1880) daran gelegen war, mit seiner „Fantaisie Brilliante“ über die Oper „Faust“ von Charles Gounod eine musikalische Interpretation von Goethes Meisterwerk anzufertigen, lässt sich nur spekulieren. Der Meinung von Milena Wilke, der Violinistin des bevorstehenden Abends zufolge steht jedoch fest, dass es sich bei Wieniawski nicht nur um einen auf höchstmögliche Virtuosität ausgerichteten Komponisten handelt, sondern vor allem auch um einen hervorragenden Geschichtenerzähler.

Milena Wilke ist Gewinnerin des Wettbewerbs „Ton und Erklärung“ 2016 und zahlreicher weiterer nationaler und internationaler Wettbewerbe. 2017 wurde sie in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. 2018 erhielt sie ein Stipendium beim Deutschen Musikwettbewerb, verbunden mit der Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler (BAKJK). Sie war bei namhaften Festivals wie dem Heidelberger Frühling und den sommerlichen Musiktagen Hitzacker zu Gast. Derzeit studiert sie im Master bei Antje Weithaas an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie bei Ingolf Turban in München, wo sie auch Tatiana Chernichka kennenlernte, die dort einen Lehrauftrag für Korrepetition innehat. Tatiana war Finalistin des Concours „Reine Elisabeth“ in Brüssel und Preisträgerin der Wettbewerbe „Ferruccio Busoni International Piano Competition“ in Bolzano und dem Concurs „Maria Canals“. Bei namhaften Festivals wie dem „Piano Festival Ruhr“ in Essen ist sie regelmäßig zu Gast.

Karten zu € 20 / erm. € 13 bei Frau Schober von der Gemeinde Brunnthal, Rathaus, Münchner Straße 5 und unter Tel. 08102 / 89012 Mo - Fr, 8 -12 Uhr und an der Abendkasse.




Klavierschule Brunnthal

im Musiksaal des Musikhauses Brunnthal, Hofoldinger Straße 16, Brunnthal                                                                              

Schülerkonzert

Sonntag, 2. Februar 2020, 15 Uhr          Schüler von Christoph Amtmann

Eintritt frei

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