Klavierabend Christoph Amtmann

Schumann op. 17 Brahms op.79, 1 u. 2 Grieg Lyrische Stücke (Auswahl)
Hotel Landgasthof Brunnthal Kitz
Münchner Str. 2
85649 Brunnthal

Eintritt: EUR 20.- ( 13.- für Schüler und Studenten )
Karten im Rathaus Brunnthal, Münchner Str. 5
Tel. 08102 / 89012; Mo. bis Fr. 8-12 Uhr
Die Karten können an Auswärtige auch zugesandt werden.
Keine AK. Die Tagesaktuellen Hygienvorschriften sind zu beachten!

Veranstalter: Gemeinde Brunnthal
Organisation: brunnthalerkonzerte@musiksaal.net


Romantik in Mitteleuropa und individuelle Eigenart in Skandinavien

Der in Brunnthal lebende Pianist Christoph Amtmann konzertierte mit Solo- und Kammermusikwerken und mit Solokonzerten mit Orchester (Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Schumann, Chopin, Brahms) in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und England und häufig in den USA. Er spielte auch bei Rundfunkanstalten Solowerke und mit dem Symphonieorchester des BR Sinfonietta von Martinu und den Münchner Philharmonikern Toccata von Mihalovici ein. Hervorzuheben sind seine Klavierabende in London und New York, die den Anfang seiner Karriere bildeten. Karl Schumann versah 1974 seine Rezension über den Pianisten unter 'Münchner Kulturberichte' der Süddeutschen Zeitung mit der Überschrift: „Rüstzeug zu besichtigen“ und weiter hieß es dort: „...spannenderen Reger hat man seit Serkin und Wührer kaum gehört“. Außerdem schrieb die New York Times 1982:“...in seinem Debüt-Konzert beeindruckte der Pianist Christoph Amtmann durch eine fesselnde Persönlichkeit.“

Energischer Kraftstrom

Wolters schreibt: „Johannes Brahms (1833-1897) kann bewundert werden ob der konstruktiven Dichte und inneren Konsequenz seiner Musik. Seine beiden Rhapsodien op.79 in h-Moll und g-Moll sind zwei größere, echt brahmsische Kompositionen, so echt, dass sie geradezu als Inbegriff seiner Gestaltungs- und Ausdrucksweise angesehen werden dürfen. In ihnen steckt viel innere Spannung aus dem Geiste nordischer Balladen. Trotzdem rechnet man Brahms der Romantik nur bedingt zu. Er war einer, der romantisch empfand, aber klassisch“ - d.h. hier: formal - „gestaltete; so wurde er zum Klassiker in der Romantik.“

„Stückchen“

So nannte der Norweger Edvard Grieg (1843-1907) gegenüber seinem Freund Max Abraham, dem Chef des Peters-Verlags, diese seine teils naturverbundenen, teils geisterhaften, teils skandinavisch-volksmusikalisch erscheinenden, teils auf Schumann und Chopin bezogenen Lyrischen Stücke. Man könnte sogar sagen: das ist Musik für jedermann zum Anfassen. Von op.12 bis 71 begleiten die in 10 Heften gesammelten 66 Lyrischen Stücke, die häufig einen außermusikalischen Titel tragen, den Meister durch alle Gezeiten seines Lebens. Die Titel der 7 ausgewählten Stücke lauten: Schmetterling, Berceuse, Kobold, Nordischer Tanz, Zug der Zwerge, Notturno und Bächlein.

Robert Schumann (1810-1856) schuf die meisten seiner Klavierwerke in jungen Jahren. Seine Fantasie C-Dur op.17 könnte man in 3 charakteristische Ausdrucksbereiche abgrenzen: im ersten Satz manifestieren sich

Leidenschaft, Kontraste und fantasienahe Formentwicklung. Schumanns Musik ist tönendes Bekenntnis, klingendes Tagebuch; was er schrieb, war von ihm durchlebt, durchfühlt, durchlitten worden mit empfindsamem Künstlerherzen, mit allem Überschwang des Romantikers. Die formale Entwicklung ist hier dermaßen kühn, dass man sich an einer bestimmten Stelle, die im tiefsten Bass leise endet, worauf eine lange Pause folgt, fragt, ob hier der Satz zu Ende sei und ein neuer langsamer Satz beginne, wo es doch jetzt auf einmal im langsamen Tempo weitergehe. Später stellt sich aber heraus, dass man sich immer noch im 1. Satz befindet. Dennoch birgt dieser Satz Züge einer geschlossenen Sonatenform in sich, obwohl das Werk den Titel „Fantasie“ trägt. An eine

Rhythmik im Ritt eines jugendlichen Königs erinnert einen der 2. Satz. Es tritt hier zu Tage das Glänzende, Schwungvolle, nach außen Gewandte: z.T. durch die treibende Kraft der musikalischen Punktierungen. Die rhythmischen Schwerpunkte verschieben sich im lyrischen Mittelteil auch noch durch exzentrische Verlagerungen in den leichten Taktteil, so dass man streckenweise nicht mehr den schweren Grundschlag des Taktes erkennt. Im langsamen 3. Satz mögen sich

Traumzustände einstellen. Hier, wie auch im 2. Satz, dokumentiert sich die lebensfördernde Kraft von Schumanns Musik. Mitunter scheinen einen hochtragende Steigerungen zur Gewissheit zu führen, dass man immer Grund zur Hoffnung haben darf. Aber auch sehnsuchtsvolle Schwermut mag sich ausdrücken. So kommen in den noch einmal im crescendo verlaufenden Takten vor dem ruhigen Schluss vielleicht dem Zuhörer Gedanken an die Person, die aus dem Leben verschieden und ihr / ihm ans Herz gewachsen war. Dieses hochromantische Werk pflegt man als Kulminationspunkt im Schumannschen Klavierschaffen zu bezeichnen.

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