Gemeinde Brunnthal Gemeinde Brunnthal
Rathaus der Gemeinde
Brunnthal im Landkreis München
Wir lieben und leben Tradition
Leben auf dem Land und doch stadtnah
Malerische Landschaften

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Im Kreistag haben sich die Mitglieder lange mit dem Wachstum im Landkreis München auseinandergesetzt und die daraus entstehenden Konsequenzen, insbesondere für weiterführende Schulen und Verkehr, diskutiert. Einige Fakten, die auch auf Brunnthal Auswirkung haben werden, möchte ich Ihnen nachfolgend darlegen.

Eine statistisch belegte Tatsache ist, dass jeder einzelne Einwohner immer mehr Wohnraum zum Leben sucht und der Wohnraumbedarf schon deshalb, also auch ohne vermehrte Zuzüge, ständig steigt. Erhöhte Nachfrage führt zu Mieterhöhungen und höheren Immobilienpreise und zur Verdrängung der finanziell Schwächeren.  Zu diesem Effekt kommt im Großraum München aber noch der ungebrochene Zuzugswunsch vieler Menschen hinzu, prognostiziert wird, dass der Landkreis München bis zum Jahr 2034 um 76.000 Menschen wachsen soll. Wollen soziale Spannungen vermieden werden müsste auch entsprechend neuer Wohnraum geschaffen werden. Das Wachstum der Gemeinde Brunnthal ist den Prognosen nach mit 100 Menschen eher moderat angesetzt, was aber unter dem Trend der vergangenen Jahre läge. Wie viele meiner Amtskollegen sehe ich diese Zahlen eher skeptisch, denn in den vergangenen Jahren haben sich die Prognosen meist selbst überholt, sich als zu vorsichtig herausgestellt. Beim Verkehr wie auch beim Schulbedarf hinkte die Infrastruktur daher meist hinterher.

Interessant ist auch die Entwicklung der Geburtenraten. So gab es bei uns im Landkreis eine echte Trendwende: im Jahr 2013 gab es bei 1.000 Frauen im bayernweiten Durchschnitt 1.409 Geburten, im Landkreis-Durchschnitt 1.464 Geburten. 2015 war die steigende Tendenz gerade im Landkreis sehr bemerkenswert. So sind innerhalb von zwei Jahren die Geburten um 12% auf 1.640 Geburten pro 1.000 Frauen angestiegen. Wie dies zu erklären ist, kann niemand genau sagen, aber die verbesserten Bedingungen bei der Kinderbetreuung dürften ebenso hilfreich gewesen sein wie der wirtschaftliche Wohlstand, der gerade in unserem Landkreis anzutreffen ist.

Nimmt man die beiden Komponenten Zuzug/natürliches Wachstum mit der erhöhten Geburtenrate, so liegen neue Planungsgrundlagen auf der Hand, die sich auf Kinderbetreuung und Schulkapazitäten auswirken. Die Brunnthaler Grundschule ist mit bisher rund 185 Schülern grundsätzlich zweizügig (23 Schüler je Klasse 1-4). Ein Wachstum um 20 % auf 216 Schüler stellt kein Problem dar, denn 10  Klassenzimmern wären sofort verfügbar. Auch schon in Spitzenzeiten der Vergangenheit wurden zwei dreizügigen Klassen auf Grund des vorhandenen Raumprogramms der jüngst erweiterten Schule gut verkraftet. Kurzfristig könnte man auch noch einen Fachraum als Klassenzimmer nutzen. Allerdings jeden Jahrgang, also Klasse 1 bis 4 dreizügig zu fahren, würde schon zu einem Problem führen. Dann müsste die Mittagsbetreuung teilweise wohl ins Vereinsheim umziehen, um deren Räume als Klassenzimmer nutzen zu können. Allerdings stellen wir auch fest, dass sich beruflich voll eingespannte Eltern nach Holzkirchen zu dem dortigen Ganztagesschulangebot hin orientieren. In nächster Zeit sollten die durchschnittlichen Klassenstärken noch angenehm überschaubar bleiben und die Gemeinde ihre Schulaufwandsträger-Aufgaben weiterhin gut bewältigen.

Mehr Aufgaben stehen dem Landkreis aber für die Planungen der weiterführenden Schulen, den Realschulen, Gymnasium, Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS), bevor. So sind mit dem Neubau des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn und dem Teilneubau des Ottobrunner Gymnasiums sowie der Sanierung und Erweiterung des Neubiberger Gymnasiums in den vergangenen Jahren der prognostizierte Bedarf weitgehend abgefangen worden, dennoch ist hier ein Eingreifen nötig. Der Landkreis München befindet sich im bayernweiten Vergleich an der Spitze im Ranking der Übertritte auf das Gymnasium (60 %). Die Prognosen weisen zwar darauf hin, dass die Tendenz fallend, zumindest aber stagnierend ist, denn die Erreichung der Fachoberschulreife = Abitur wird zwischenzeitlich auch auf dem Weg Realschule/Mittelschule und dann Fachoberschule/Berufsoberschule akzeptiert.  Das bedeutet aber, dass die Übertritte auf die Realschulen wieder favorisiert werden. Und hier ist im südöstlichen Landkreis zwischen Taufkirchen (980 Schüler) und Neubiberg (950 Schüler) schon jetzt Handlungsbedarf da. Die Neubiberger Realschule ist bis ans Limit ausgelastet, eine räumliche Erweiterung ist schon aus konzeptionellen Gründen nicht sinnvoll, daher wurde im Kreistag ein Neubau einer Realschule zusammen mit einer FOS oder BOS angedacht. Als Standorte standen Sauerlach, Oberhaching und Höhenkirchen-Siegertsbrunn zur Debatte. Ins Rennen gehen wahrscheinlich nur Oberhaching und Höhenkirchen-Siegertsbrunn, da diese beiden Gemeinden ein sehr passendes Grundstück S-Bahn-nah anbieten können und Sauerlach zu nah zum Standort Holzkirchen mit gleichem Schulangebot liegt.

Die Frage der Finanzierung eines solchen Schulhausneubaus wurde ebenfalls diskutiert. Hier wird sich wohl der Landkreis stärker beteiligen, denn die betroffenen Kommunen können die Gelder dafür kaum mehr aufbringen. Kommunen wie Grünwald, Ismaning oder Unterföhring sind traditionell aufgrund ihrer herausragenden Wirtschaftskraft im Landkreis ganz anders aufgestellt, und können derlei Investitionsbeteiligungen besser verkraften. Davon profitieren zum einen natürlich die Kommunen selbst, durch die Kreisumlage aber auch der Landkreis München. Dieser Umstand trägt den Bedürfnissen zum Schulhausneubau in unserer Gegend dann vorausschauend Rechnung und schafft ausreichend Bildungsangebot. Im Landkreis München sollen in den nächsten zehn Jahren mindestens vier Schulen gebaut werden, deren Kosten auf rund 200 Millionen Euro geschätzt werden. Die Gemeinde Brunnthal selbst ist durch die Mitgliedschaft im Zweckverband Weiterführende Schulen bei Sanierung, Erweiterung und Neubau von weiterführenden Schulen in den Gemeinden Neubiberg, Ottobrunn, Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn immer an den Kosten beteiligt, meist bemessen an der Anzahl der Brunnthaler Schüler, die die jeweiligen Schulen im gesamten Zweckverbandsgebiet besuchen. Die Abrechnungsmodalitäten werden im Moment noch überdacht und bewegen sich zwischen gut 3 und knapp 5 Mio. Euro. Der Kreistag wird in den nächsten Monaten entscheiden, welcher Standort favorisiert werden kann und für welche Anzahl von Schülern die neue Realschule sowie FOS/BOS ausgelegt wird.

Ich wünsche Ihnen einen lustigen und fröhlichen April und ein schönes Osterfest!

Ihr Stefan Kern

 

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