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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Einen Tag vor Weihnachten erreichte die Gemeindeverwaltung von Brunnthal die Nachricht von der Regierung von Oberbayern, dass die ursprünglich genehmigten finanziellen Mittel für den Radweg zwischen Faistenhaar und Höhenkirchen in 2017 nicht bereitgestellt werden. In einer Gemeinschaftsaktion mit meiner Kollegin Bürgermeisterin Ursula Mayer haben wir am 20. Januar einen Pressetermin anberaumt (s. Gemeindeblatt Februar), in dem wir deutlich gemacht haben, wie wichtig diese Rad- und Fußwegverbindung für die Sicherheit ist. Denn die Benutzung der Straße als Radfahrer ist wegen der Unübersichtlichkeit, gefahrener hoher Geschwindigkeit und der Unebenheiten sehr gefährlich. Gerade Schüler und Pendler, die zu den weiterführenden Schulen oder S-Bahn fahren oder kommen, sind diesen Gefahren täglich ausgesetzt, sofern man Schüler dort überhaupt vertretbar fahren lassen kann.

Nur zwei Tage nach dem Pressetermin haben wir aus der Regierung von Oberbayern das Okay bekommen, dass diese Verbindung nun doch gefördert werden kann. Jetzt arbeitet unser Bauamt in auf Hochtouren, um die doch sehr umfangreichen Vorgaben bis zum 1. Mai 2016 – also in deutlich verkürzter Vorbereitungszeit – fertigzustellen. Dabei müssen wir nicht nur das Ergebnis der Ausschreibung vorlegen, sondern auch eine Stellungnahme des Gutachterausschuss zur Angemessenheit Grunderwerbskosten. Weiter ist die Stellungnahme der Naturschutzbehörde und des Amtes für Landwirtschaft und Forsten über Ausgleichsflächen ebenso erforderlich wie des Behindertenbeauftragten des Landkreises München und ein Sicherheitsaudit vom zertifizierten Ingenieurbüro.

Wenn man animmt, dass alle o.g. Tätigkeiten für den Bau eines Rad- und Fußgängerweges an einer Staatsstraße eigentlich auch Staatsaufgabe sein sollte, dann sollte auch wenigstens die volle Kostenübernahme und alle Genehmigungsfragen von einer staatlichen Stelle getragen werden - oder das Prozedere schlank und der Gemeinde überlassen bleiben. Nichts desto trotz sind wir froh, wenn doch ein ganz wesentlicher Teil (rund 750.000 Euro) nun vom Freistaat finanziert wird, und wir diesen Bau mit geschätzten 1,02 Mio Euro nur „vorstrecken“ und rund 250.000 Euro für die Gemeinden übrigbleiben, wovon Höhenkirchen nur 10 % Anteil hat.

Das stellt uns wieder einmal vor die Frage der personellen Besetzung der Gemeindeverwaltung– nicht nur weil jetzt durch dieses Projekt erhöhte Manpower in der Bauabteilung und den anderen Ämtern abgefordert wird. In der Bauabteilung kündigt sich ein freudiges Ereignis an, so dass wir hier Ersatz für die Elternzeit der jungen Kollegin suchen. Und wenn ich die begeisterten Reaktionen der anderen jungen Kolleginnen richtig deute, steht das eine oder andere freudige Ereignis in der nächste Zeit ins (Rat-)Haus.

Wie Sie bei den aktuellen gemeindlichen Stellenausschreibungen lesen können, sind wir derzeit auf der Suche nach Personal im Bauamt und im Hauptamt. Bislang haben wir uns traditionell bemüht, die Personalsituation schlank und effizient zu halten. Die vermehrten Aufgaben und der Anspruch, jedem Mitarbeiter/Aufgabe mindestens einen „echten“ Stellvertreter im Falle einer Krankheit/Urlaub/Erziehungszeit zur Seite zu stellen, sind Anlass, den Personalstamm aufzustocken. Für das Hauptamt suchen wir eine/n Mitarbeiter/in, der/die Leiterin voll vertreten kann, die Zulassung für Standesamtsaufgaben erfüllt, sowie Organisation der in den nächsten Jahren anstehenden Wahlen übernehmen kann.

Im Bauamt muss bis zur Nachbesetzung der Mitarbeiterin der Bauamtsleiter die Bearbeitung der Bauanträge übernehmen, der aber auch noch gleichzeitig geschäftsleitender Beamter ist. Daher bitte ich Sie und alle Antragssteller um Verständnis, wenn die Aufgaben nicht so schnell wie gewünscht und gewohnt bearbeitet werden können, da sorgfältiges Arbeiten weiterhin geboten ist.

Der oder die zukünftige/r Mitarbeiter/in soll auch in der Bauleitplanung eingesetzt werden, so dass die Arbeitsstelle zum einen höherwertig bezahlt wird, wie es durch die anspruchsvoller Aufgabe bei Flächennutzungspläne und die Bebauungspläne möglich und erforderlich ist. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch die stetig, wenn auch organisch wachsende Einwohnerzahl und Aufgabenmehrung.

Auch in der Kassenverwaltung zeichnet sich ein Personal- und vielleicht Generationenwechsel ab. Unser bewährter und verdienter Kassenverwalter geht in absehbarer Zeit in Ruhestand, so dass wir uns auch in diesem Bereich langsam um einen Nachfolger und für dessen Einarbeitung umschauen müssen.

Unerwartete Ausfälle und Abgänge haben in den vergangenen Jahren die Gemeindeverwaltung ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatz abverlangt, für das ich mich auch an dieser Stelle öffentlich bedanken möchte. Der Gemeinderat hat dies stets anerkannt und dem Stellenausbau auch im nächsten Jahr schon zugestimmt, was deutliche Entspannung bringen wird, sofern die entsprechenden Fachleute gewonnen werden können.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühlingsmonat März, frohe Ostertage und schöne Überraschungen in Ihrem Osternest!

Ihr Stefan Kern