Brunnthal Konzert

plakat konzert 2026-11-19

Musiksaal Brunnthal
Hofoldinger Str. 16
85649 Brunnthal

Eintritt: EUR 25.- ( 13.- für Schüler und Studenten)
Karten im Rathaus Brunnthal, Münchner Str. 5,
Tel. 08102 / 89012, Fr. Gebhard; Mo. bis Fr, 8-12 Uhr und an der Abendkasse
E-Mail-Reservierung: veranstaltungen@brunnthal.de 
Veranstalter: Gemeinde Brunnthal
Organisation: brunnthalerkonzerte@musiksaal.net 

Feine Renaissance und ausdrucksstarkes Barock

Altus ist ein Sänger, der in höherer Lage als ein Tenor singt, indem er die Stimme einer Altistin übernimmt. Altus-Sänger wurden in der Zeit der Renaissance und des Barock häufig eingesetzt.
Der Altus Stefan Steinemann musiziert auch als Tastenspieler, tritt als Dirigent auf und konzertiert bei renommierten Festivals. Schon in jungen Jahren wurde er als Domkapellmeister an die Augsburger Kathedrale und als Leiter der Domsingknaben von Augsburg, von dessen Stadt er mit dem Kunstförderpreis in der Sparte „Musik-Vokal“ ausgezeichnet wurde, berufen. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater München und wirkt auch als Musikwissenschaftler.
Die Blockflötistin Tatiana Flickinger arbeitet mit zahlreichen Künstlern zusammen, ist künstlerische Leiterin der renommierten „Alte Musik Konzertreihe“ ELEVEN-eleven, sitzt in der Jury von Jugend musiziert und arbeitet im Vorstand der ERTA Deutschland.
Die Cembalistin Sayaka Matsunaga ist regelmäßig als Solistin, Kammermusikerin sowie in verschiedenen Ensembles und Orchestern zu hören. Sie spielt auch Hammerklavier. Derzeit unterrichtet sie als Cembalo-Korrepetitorin an der Hochschule für Musik und Theater München.
Der Lautenist und Theorbist Jakopo Sabina war Preisträger des Lautenwettbewerbs in Aquila. Als Solist wurde er zu verschiedenen Festivals für Alte Musik eingeladen. Als Continuospieler konzertiert er regelmäßig mit der Bayerischen Staatsoper, den Münchner Philharmonikern, dem Teatro Real Madrid und dem Münchner Bach-Orchester. 

Henry Purcells (1659-1695) Strike the viol ist ein farbenfrohes Meisterwerk des englischen Barock. Über einem beschwingten Ground Bass verflechten sich die anmutigen Töne der Blockflöte und der jubilierende Gesang. Ganz im Sinne des Titels strahlt dieses Stück pure Freudenhymne an die Macht der Musik aus.

Girolamo Frescobaldis (1583-1643) Così mi disprezzate stellt eine leidenschaftliche Arie über verschmähte Liebe und Stolz dar. Sie ist eine barocke Komposition des frühen 17. Jh-s.

John Dowland (1563-1626) war ein Lautenlieder-Komponist von internationalem Ruhm. Wir werden das Liebeslied Come again, sweet love doth now invite, das melancholische Go, nightless cares und den tänzerischen Liebeskummer Can she excuse my wrongs? hören. Die intime Zwiesprache zwischen der erzählenden Stimme und dem feinen Klang der Laute schafft eine schlichte, berührende Atmosphäre – ganz im Geist der Renaissancemusik.

Die Suite F-Dur für Cembalo, HWV 427 des großen Barockmeisters Georg Friedrich Händel (1685-1759) entspricht keineswegs der typischen Folge französischer Tänze. Mit der Abfolge seiner Sätze steht vielmehr die Anlage einer Sonate im Vordergrund. Besonders der letzte Satz, eine Fuge, zeigt Händels ausgeprägtes Interesse an polyphoner Gestaltung.

Von Georg Philipp Telemann (1681-1767) stammt die Sonate f-Moll für Blockflöte und Basso continuo, TWV 41:f1. Man darf sie als ein kammermusikalisches Juwel bezeichnen. Sie besticht durch die tiefe Poesie und Ausstrahlung der Tonart f-Moll. In welchem Stil Telemann auch schrieb, immer dringt seine eigene Note anmutig, leicht und wohlgeformt durch. Er überschritt damit die Schwelle vom Spätbarock zur Vorklassik.

Zum Abschluss erklingt Händels Kantate Mi palpita il cor HWV 132a, eine dramatische italienische Kantate, die das Wechselbad der Gefühle einer liebevollen Seele nachzeichnet. In den ausdrucksstarken Rezitativen und Arien treten die Singstimme und die Blockflöte in einen dialogischen Wettstreit. Ein reich schattiertes Werk, das das gesamte Ensemble in all seinen Klangfarben erstrahlen lässt.