Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger!

 

Heute darf ich mich in Vertretung des Ersten Bürgermeisters Stefan Kern mit dem Vorwort an Sie wenden.

Die Sommerferien stehen vor der Tür, doch frei zu haben scheint in diesem Jahr angesichts der ungewöhnlichen Unterrichtssituation in den Schulen gar nicht so erstrebenswert.

Für uns im Gemeinderat und in der Verwaltung  ist das Thema Bildung derzeit ständig präsent. Nicht nur die schulische Ausnahmesituation wegen der Corona-Beschränkungen, sondern auch die Realisierung der Realschule in der Nachbargemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn hält uns auf Trab. Anfang Juni hat der Zweckverband Weiterführende Schulen im Landkreis München, bei dem die Gemeinde Brunnthal Mitglied und Mitzahler ist, in seiner Sitzung diskutiert, dass es in der Standortfrage rund um die geplante Realschule weiteren bzw. erneuten Gesprächsbedarf geben könnte.

Der Standort an der Mittelschule in der Brunnthaler Straße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn  ist im vergangenen Jahr mehrheitlich vom dortigen Gemeinderat entschieden worden und  von uns als Mitglied des o.g. Zweckverbandes mitgetragen worden. Der Standort an der  Brunnthaler Straße in der Nachbargemeinde ist für uns ein guter Standort, die Fahrtwege sind kurz und können ggf. von den zukünftigen  Schülern der Realschule auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Jetzt ist aber im Fortschritt des Verfahrens herausgekommen, dass der Standort an der Brunnthaler Straße teurer ist als der zweite mögliche Standort in Höhenkirchen-Siegertsbrunn direkt am Gymnasium. Die Frage um den Standort der Realschule kommt also erneut auf den Tisch. Deswegen haben wir im Gemeinderat Mitte Juni diskutiert, ob wir uns nicht mitbewerben sollen. Der  Gemeinderat ist dem ersten Teil des CSU-Antrages gefolgt und hat einstimmig den Beschluss gefasst, den Standort der Realschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu unterstützen. Zu meinem Bedauern hat er aber auch mehrheitlich entschieden, erst einmal die endgültige Entscheidung des Zweckverbandes abzuwarten, bevor eine Bewerbung für den Standort Brunnthal eingereicht wird. Ich persönlich finde das sehr schade, denn wenn eine finale Entscheidung für die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn getroffen worden ist, dann brauchen wir uns nicht mehr mit  guten Argumenten ins Spiel bringen.

Und die Argumente sind gut:

Wir selber erfüllen knapp die erforderlichen Schülerzahlen und sind bereits im Besitz zweier Grundstücke, die wir sofort und ohne Grundstücksverhandlung, dem Zweckverband anbieten können. Darüber hinaus könnten wir auch das Einzugsgebiet dieser Realschule in Richtung Sauerlach erweitern. Das Verkehrsaufkommen nach Brunnthal und von Brunnthal weg ist zu den Schulbeginn- und Schulendezeiten erhöht, aber auch unsere Schüler müssten nach Höhenkirchen-Siegertsbrunn oder in die entsprechende Gemeinde fahren bzw. gefahren werden.

Und das für mich wichtigste Argument ist die Tatsache, dass wir mit einer Realschule hier am Ort sofort eine Mehrzweckhalle bzw. Dreifach-Turnhalle verwirklichen könnten. Wir zahlen unseren Anteil an der Schule schon immer  entsprechend der Schülerzahl aus unserer Gemeinde, eine Schule am Ort mit entsprechender außerschulischer Nutzungsfläche sichert uns und unseren Sportvereinen und sonstigen Nutzern vorrangige Belegungsrechte zu. Ist die Schule außerhalb unserer Gemeinde müssen wir zusehen, was für unsere Sportler übrigbleibt und der Weg dorthin ist ungleich umständlicher als vor Ort. Der einzige  Unterschied ist, dass wir das Grundstück den Zweckverbandsgemeinden kostenlos zur Verfügung stellen müssten. Das ist in der Satzung so geregelt.

In der vorangegangenen Legislaturperiode haben wir uns sogar mit einem Antrag von meinen Kolleginnen und Kollegen der UBW, SPD und Grüne beschäftigt. Dieser hatte das Ziel, sich an den Kosten für eine Mehrzweckhalle außerhalb unserer Gemeinde zu beteiligen. Schade, dass sie uns bei diesem Vorstoß, eine Mehrzweckhalle in der eigenen Gemeinde zu etablieren, nicht unterstützen. 

Nach Beschlusslage ist der Standort in der Brunnthaler Straße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn der Favorit, den wir so auch im Zweckverband vertreten werden. Wir sehen natürlich  die Vorteile für unsere Schüler und die allgemeinen Synergieeffekte. Auch die Erreichbarkeit einer Turnhalle an der Brunnthaler Straße ist für unsere Schüler und außerschulischen Nutzer gut und weit mehr als akzeptabel.

Mein Bedauern geht aber tatsächlich um die verpasste Chance, Brunnthal mit der Etablierung einer Realschule sowohl Standortvorteile zu verschaffen, als auch eine von vielen Seiten gewünschte Turnhalle, insbesondere zur räumlichen Entlastung für das vielfältige Sportangebot des TSV Brunnthal, auf ganz einfache und sogar noch kostengünstige Weise in kurzer Zeit zu realisieren.

Bleiben Sie gesund und genießen Sie die Sommertage!

Ihr

Thomas Mayer
Zweiter Bürgermeister

 

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