Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger!

 

Zwei Themen haben die Gemeinde samt Verwaltung stark beschäftigt: die örtlichen Corona-Ansteckungsfälle und die damit verbundenen staatlichen/gemeindlichen Maßnahmen und – Brunnthal-spezifisch – der Austritt aus der ARGE Windenergie Hofoldinger Forst. Der Gemeinderat beschloss am 3. März mehrheitlichen den Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft zur Steuerung der Windkraft im Hofoldinger Forst unter den anliegenden Gemeinden und Landkreise. Die Angelegenheit polarisierte die Stimmung nicht nur in der Gemeinde und im Rat, sondern hallte auch mit zahlreichen Leserbriefen und Emails deutlich nach. Die Wind- und Naturschutzgutachten wurden vorgestellt, aber im Rat unterschiedlich in ihrer Wirkung bewertet. Die Beratung hierzu war erfreulich sachlich, ganz im Gegensatz zu so mancher Veröffentlichung. Die Gutachten ließen zwar wirtschaftlichen Erfolg und einen hervorragenden Beitrag zum Umstieg auf regenerative Stromerzeugung von vergleichbar fast 2500 Haushalten Jahresverbrauch erwarten, der Gemeinderat bewertete aber mit 11 zu 8 Stimmen den Eingriff in den Wald als schwerwiegender und wollte jegliche vermeidbare Rodung zur Windkraftnutzung ausschließen. Deshalb hat er sich gegen den Bau eines Windrads auf Brunnthaler Flur entschieden, auch wenn dies in den drei Nachbargemeinden immer fast einvernehmlich im Rat für Bürgerbeteiligungsanlagen beschlossen wurde. Der Brunnthaler Rat vertraute auf die derzeit geltende Vorgabe der Bayerischen Staatsforsten nur mit Zustimmung der örtlichen Gemeinde Windkraftanlagen für Dritte privatrechtlich zu erlauben. Ich hoffe, dass dies in unserer Gemeinde zur Beruhigung der Gemüter führt und damit persönliche Angriffe oder Maßregelungen, gerade auch in den sozialen Medien und im direkten Zusammentreffen, enden. Da die bei der Technischen Universität beauftragten Fotoaufnahmen bereits vorliegen und der Bau der Windräder in den Nachbargemeinden weiterverfolgt wird, erlaube ich mir die Darstellung aller 4 Windräder, also inkl. dem Brunnthaler Rad im Nord-Osten, zu zeigen. Damit kann man die Auswirkungen auf das Landschaftsbild abschätzen, was als Abwägungspunkt zur Genehmigung derlei Anlagen innerhalb des Landschaftsschutzgebietes eine Frage werden dürfte.

Corona und alle damit zusammenhängenden Inzidenzwerte und Auflagen definieren unseren Tagesablauf im Kleinen und im Großen. Für viele bedeutet jeder Tag, an dem sie nicht zur Schule gehen können, nicht arbeiten oder ihre Geschäfte öffnen können, verlorenes Wissen/Bildung oder schmerzliche Einschränkungen bis hin zum existenzgefährdenden Desaster. Auch die Isolation und die Kontaktbeschränkungen, die nicht stattfindende Kultur und Versammlungsverbote ist Verlust von Lebensqualität und gehen uns nervlich an die Substanz. Nur unterhalb der vorgegebenen Inzidenzwerte im Landkreis – können wir wieder mehr Freiheiten nutzen und genießen. Jedoch bedarf dies bis zum Sommer noch einiges an Zeit, Geduld, nervliche Belastung und entsprechenden Impffortschritt. Nach den kurzzeitigen enorm gestiegenen Zahlen in der Gemeinde Brunnthal müssen wir das Geschehen sehr genau beobachten. Unsere Ansteckungsschwerpunkte lagen hauptsächlich in der Kinderbetreuung für Klein- und Schulkinder, als auch bei einer Großfamilie. Daher wird nun ein freiwilliges Testangebot an der Grundschule angeboten, das unbemerktes Ausbreiten zum Beispiel bei schwachen Krankheitsverläufen früh erkennen lässt. Gut 50% der Kinder nehmen dieses Angebot wahr, vielen Dank an die Eltern, dass sie diese Aktion unterstützen umso auch unser Betreuungspersonal zu schützen, deren Ausfall wiederum zur Schließung ganzer Gruppen und Klassen führen würde. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, sollen im Laufe des April auch die Hausärzte impfen können. Unsere beiden Ärztinnen in der Hausarztpraxis Brunnthal stehen dafür bereit. Im Februar und März kämpfte der Landkreis und alle, die sich zum Impfen anmelden wollten,  mit der fehlenden Funktionalität des Anmeldeprogramms. Letztlich sollte nach meiner Überzeugung das Programm kurzzeitig außer Betrieb gesetzt werden, um Fehler künftig zu vermeiden. Ich hoffe sehr, dass mit der doppelten Kapazität von Impfzentrum und Hausärzte die erhoffte Herdenimmunität schnellstmöglich geschaffen wird und im Herbst wieder ein „normales“ Leben stattfinden kann.

Zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte März) bin ich voller Hoffnung, dass die dritte Welle schwächer wird als von den Virologen vorhergesagt wurde. Das derzeitige schlechte Wetter und die niedrigen Temperaturen tragen zwar nicht dazu bei, aber der Frühling steht ja eigentlich schon in den Startlöchern.

Eine Planung irgendwelcher Veranstaltungen, die unser gesellschaftliches Leben wieder aktivieren, ist derzeit noch nicht möglich. Aber auch hier: Ich hoffe auf warmes Wetter, niedrige Inzidenzen und auf Ihre Rücksichtnahme, so lange wir noch nicht unter den kritischen Werten sind.

Einen fröhlichen Frühlingsbeginn wünscht Ihnen

Ihr Stefan Kern
Erster Bürgermeister

 

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