Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger!

 

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger!

Die diesjährige große Bürgerversammlung musste corona-bedingt wieder in Brunnthal stattfinden, denn im Festsaal in der Brunnthaler Dorfmitte können wir für genügend Abstand sorgen und auch die Lüftungsanlagen trugen dazu bei, dass wir während der Veranstaltung nicht auf der Maskenpflicht bestehen mussten. Für die Ortsteile wird es im Jahr 2021 deswegen vorerst keine weiteren Bürgerversammlungen geben. Aber ich hoffe auf nächstes Jahr, ggf. dann auch im Freien, um Sie, liebe Bürgerinnen und liebe Bürger in den Ortsteilen, aus erster Hand auf dem Laufenden zu halten und für Ihre Fragen persönlich vor Ort zu sein. Letztlich hoffe ich aber, dass sich die Expertenmeinung bewahrheiten wird und das Thema Corona im Frühjahr 2022 ausgestanden ist.

Anfang Oktober waren bei der Bürgerversammlung in Brunnthal 35 Bürger anwesend. Landrat Christoph Göbel konnte leider kein Grußwort zu uns sprechen und stand auch nicht für Fragen zum Landkreis zur Verfügung, da seine drei Kinder alle positiv auf Corona getestet worden sind und er daher keine öffentlichen Kontakte haben sollte. Sehr gerne hätte ich ihn vor Ort gehabt, denn es ging inhaltlich um die Biomüllvergärungsanlage in Kirchstockach und um die Zukunft dieser Abfallverwertung. Die Bürgerschaft in Kirchstockach und Neukirchstockach waren durch einen wenige Tage zuvor erschienenen Zeitungsartikel aufgeschreckt worden. Darin stand, dass die Biomüllvergärungsanlage zum Ende des Jahres nur noch als Umladestation dient. Die angelieferten Stoffe sollten demnach umgeschlagen auf andere LKW wieder vollständig abtransportiert werden. Was sich hinsichtlich damit unmöglicher Betriebsstörungen für manchen gut anhört – hört sich für andere als mehr Entsorgungsverkehr an. Doppelte Fahrten und damit erhöhtes Verkehrsaufkommen wegen der zusätzlichen Abfuhr statt Umwandlung in Strom und Kompost. Ich durfte dazu keine Auskunft geben, denn dieses Thema wurde wegen laufender Vertragsverhandlungen im Kreistag in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt und bis zu deren Abschluss dürfen keine Inhalte veröffentlicht werden. Wenn die Öffentlichkeit informiert werden kann, geschieht dies durch Landrat Christoph Göbel. Ich konnte nur in so weit in der Bürgerversammlung beruhigen, dass auch der Landkreis über die Verkehrsproblematik informiert ist und dies entsprechend berücksichtigt hat: Der Verkehr wird sich sicher nicht verdoppeln oder hinsichtlich der Biomüllvergärung vermehren, denn dieser kann teilweise bereits im Vorfeld umgelenkt werden. Wie oder unter welchen Bedingungen der Biomüll weiter verwertet oder entsorgt werden kann, ist im Moment auch nur interimsweise in der Prüfung. Wie die Zukunft auf dem Gelände insgesamt tatsächlich aussieht wird ebenfalls intensiv geprüft. Das ist aber sicher keine Sache, die innerhalb weniger Wochen entschieden wird. Das Kieswerk, das Betonmischwerk und die Trockenbaustoffe werden von einer neuen oberbayrischen Betreibergruppe geführt und nicht mehr von der bisherigen örtlichen Familie.

Verkehrschaos war ein Schlagwort bei den Anfragen der Bürger in der Bürgerversammlung, und zwar dann, wenn die Schulkinder von der Mittagsbetreuung bzw. vom Hort abgeholt werden. Mein Appell ging und geht an die Eltern: die Gemeinde lässt extra für die Kinder einen Schulbus fahren, um das Verkehrsaufkommen zu den Stoßzeiten rund um die Schule zu reduzieren, auch deshalb, damit die Sicherheit der Kinder die zu Fuß nach Hause gehen gewährleistet wird. Bitte bringen oder holen Sie Ihre Kinder zur oder von der Schule nicht ab, sondern lassen Sie sie mit dem Bus fahren oder auch zu Fuß nach Hause gehen. Im Übrigen wäre dies auch eine Möglichkeit zum Energiesparen und ein Beitrag für die Umwelt und eine Entlastung für die Anlieger.

Ein weiterer Aufruf geht an alle Bürgerinnen und Bürger, die ihren Sperrmüll durch den Zweckverband abholen lassen. Der Abholtag ist dafür extra für den Bereich Brunnthal von Montag auf Dienstag verlegt worden, so dass der Sperrmüll-Tourismus aus den meist südosteuropäischen Ländern nicht schon am Wochenende einsetzt. Die ständigen Fahrten durch die Straßen, die in den nächsten Tagen Sperrmülltermin haben, waren ein Störfaktor für die Anwohner. Wenn Sie den Sperrmüll tatsächlich erst am Abholtag vor ihrem Eingang deponieren, sollte sich die Attraktivität des Sperrmülltourismus reduzieren mit entsprechender Wirkung auf diesen unnötigen Zusatzverkehr. Der Zweckverband hat zudem großes Interesse daran, die noch guten Stücke in ihrem Wertstoffladen „Trödel und Tratsch“ zu verkaufen oder auch Buntmetall herauszutrennen und am Markt anzubieten. Das sind mögliche Einnahme für den Zweckverband und trägt direkt dazu bei unsere Entsorgungsgebühren niedrig zu halten.

Auch die Schulerweiterung und die Erweiterung des Gerätehauses der Feuerwehr Brunnthal waren Themen, der Bau eines weiteren Kindergartens, des Wasserwerks und von zwei Wohnhäusern mit günstigen Mieten für unsere Bürger. Die damit einhergehenden Fördermöglichkeiten für sozial verträglichen Wohnraum habe ich erläutert. Es werden in der Glonner Straße in Brunnthal neun Wohnungen und in der Faistenhaarer Straße in Hofolding acht solcher Wohnungen entstehen.

Mit dem Thema Wohnen und Betreuung im Alter hat sich der Gemeinderat in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv auseinandergesetzt und verschiedene Konzepte genauer betrachtet. So stellen sich für unsere Gemeinde die Fragen nach dem Wie und Wo. Die Kirchenstiftung hat zwischen Friedhof und Kirche ein Grundstück, das für betreutes Wohnen genutzt werden soll. Welche Art der Betreuung dort angeboten werden kann und ab wann, soll sich voraussichtlich im Laufe des Monats November entscheiden. Wir würden selbstverständlich den Bau einer Seniorenbetreuung begrüßen. Zudem gibt es auch in Hofolding Planungen für stationäre Seniorenhaus, Kurzzeitpflege als auch für Demenzbetreuung. Ein steigender Bedarf an derlei Infrastruktur ist nicht nur im Raum München sondern auch ganz konkret in unserer Gemeinde zu verzeichnen. Fraglich ist, wie groß müssen derlei Einrichtungen sein, damit günstige und angemessene Betreuungsangebote geschaffen werden können? Kleine Einrichtungen haben für Nachtdienst, Heimleitung etc. einen oft höheren Anteil an Fixkosten je Bett, was bei derlei Überlegungen nicht unbeachtet bleiben darf, auch wenn kleine Einrichtungen am Ort bevorzugt werden, diese dann aber kaum noch bezahlbar sein dürften.  Außerdem ist, um dem Pflegekräftemangel entgegenwirken zu können, noch Wohnraum für das Pflegepersonal zu schaffen. Sehr gut integriert und nachgefragt war die Hofoldinger Demenzbetreuung unter der Alzheimer Gesellschaft Oberland mit Sophia Pflegedienst im ehemaligen Forsthaus als Tagespflege. Dies musste unter akuten Convid19 Auflagen schließen und möchte aber das Angebot wiederaufleben lassen und stationär ausweiten z.B. mit dauerhaften Wohngruppen für Demenz-Patienten.

Diese Gebäude werden natürlich über die übliche Doppel- und Mehrfamilienhausgröße hinaus -gehen, sollen aber nicht größer oder höher als die Bauernhöfe der Umgebung sein und sich baulich mit Holz anlehnen, damit sie städtebaulich in unser Ortsbild passen.

In jedem Fall werden diese Planungen dann im neuen Jahr öffentlich vorgestellt und die  Bürgerbeteiligung durchgeführt. Bevor der Gemeinderat entscheiden will, wird zudem eine Versammlung als Erörterungstermin abgehalten.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen November und bleiben Sie gesund!

Ihr Stefan Kern

Erster Bürgermeister

 

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.
→ Weitere Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.

Diese Seite verwendet Personalisierungs-Cookies. Um diese Seite betreten zu können, müssen Sie die Checkbox bei "Personalisierung" aktivieren.