Gemeinde Brunnthal Gemeinde Brunnthal

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

trotz kritischer Äußerungen oder Veröffentlichungen, die mancherorts oder im Gemeinderat laut wurden, steht Brunnthal finanziell sehr gut da. Die Gestaltung der Ortsmitte Brunnthal hat – entgegen der Unkenrufe mancher Schwarzmaler– dem Gemeindehaushalt nicht den Garaus gemacht, auch die Rücklagen wurden nicht aufgebraucht. Gleichwohl wird unsere schöne neue Dorfmitte den Haushalt mit gut 11 Mio. Euro belasten, was aber weit von den 15-20 Millionen Euro entfernt ist, die Kritiker in düstersten Farben vorausgesagt haben. Die jährlichen Pachten und Mieten liegen deutlich über der Grenze eines sechsstelligen Bereiches.

Mit einer Rücklage von derzeit über 10 Millionen Euro hat die Gemeinde Brunnthal auch für die Zukunft durchaus eine solide Finanzbasis, was uns allerdings nicht zu Leichtsinnigkeit oder Gemütlichkeit verleiten darf. Für das kommende Jahr haben wir erneut einen ambitionierten Haushalt aufgestellt. Wir erwarten fast gleichbleibende Steuereinnahmen, wenngleich bei der Gewerbesteuer, nach genauerer Betrachtung der Zahlen einzelner Firmen, ein Rückgang angenommen wird. Hier wurden auf der Einnahmenseite nur noch 4,7 Millionen Euro angesetzt, während  in 2018 noch 5,5 Millionen Euro zu verbuchen waren. Bei der Einkommensteuer erwarten wir hingegen einen leichten Zuwachs, da sich u.a. die anstehenden Tarifabschlüsse auch auf diese Position im Haushalt 2020 auswirken werden.

Insgesamt werden etwa 15,4 Millionen Euro Einnahmen erwartet, davon sind u.a. 10,8 Millionen Euro Steuern und 1,8 Millionen Euro staatliche Zuschüsse. Auf der Ausgabenseite erwarten uns als größte Ausgabe die sog. Transfersaufwendungen. Darunter fallen die Kreisumlage mit 4,8 Millionen Euro und Defizitübernahme für die Kinderbetreuung in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Personalkosten schlagen mit 2,16 Millionen Euro zu Buche.

Der Investitionsplan sieht eine Summe von 8 Millionen Euro für das kommende Jahr vor, für 2021 sind nochmals 7,6 Millionen Euro veranschlagt. Die größte Investition betrifft die Wasserversorgung mit 4,7 Millionen Euro, der Bau der Kindertagesstätte an der Glonner Straße mit 2,7 Millionen Euro und die darüber liegenden Wohnungen mit 2,3 Millionen Euro. Die städtebauliche Entwicklung und Erschließung des Geländes an der Glonner Straße, aber auch möglicher Grunderwerb für Einheimischen-Modelle oder Radwege werden uns letztlich 1,8 Millionen Euro kosten können. Des Weiteren sind Sanierungen bei der Grundschule geplant sowie eine Erweiterung der Räumlichkeiten für 500.000 Euro. Auch die weiterführenden Schulen, an deren Kosten wir durch die Mitgliedschaft im Zweckverband weiterführende Schulen im südöstlichen Landkreis beteiligt sind, werden mit einer Million Euro aus unserem Haushalt bestritten. Der Neubau der Realschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ist in dieser Summe noch nicht berücksichtigt, da es bislang keine Genehmigung aus dem Kultusministerium gibt und somit auch keine Planung, die den finanziellen Rahmen feststecken würde.

Unsere Sportheime werden ebenfalls renoviert und saniert und energetisch verbessert. Die Planungen sind bis 2024 ausgerichtet, ein finanzieller Aufwand von etwa 800.000 Euro ist hier angesetzt. Auch die Feuerwehr Brunnthal und die Feuerwehr Hofolding sind in den Planungen mit 1,1 Millionen Euro berücksichtigt, hinzu kommen neue Fahrzeuge (vor allem Winterdienst) für den Bauhof in Höhe von 530.000 Euro.

Die Energiewende ist in unserem Haushalt ebenfalls berücksichtigt. Für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung im gesamten Gemeindegebiet sind beispielsweise 400.000 Euro veranschlagt. Aber auch für die Erweiterung der Photovoltaikflächen auf kommunalen Liegenschaften, die sparende Umrüstung der Flutlichtanlagen, die thermische Sanierung von Bauhof und Turnhalle, die Mietradstation und die Investition in den energetischen Wärmeverbund sind Gelder von 1,43 Mio. Euro eingestellt. Auf der einen Seite steht immer der finanzielle Aufwand für die Energiewende, auf der anderen Seite steht aber der Umweltschutzgedanke. Und alle genannten Maßnahmen führen zu einer nennenswerten Reduzierung des CO2-Ausstosses und einer langfristigen Einsparungen an Energie, die nach jüngsten Beschlüssen der Bundesregierung immer teurer werden wird.

Im Moment haben wir allerdings das Problem, dass wir alle genannten Aufgaben, die einen finanziellen Rahmen von etwa 8 Millionen Euro haben, kaum auch wirklich bewältigt werden  können, weil die Personaldecke (22,25 besetzte Stellen im Rathaus, Bauhof, Wasserwerk, Mittagsbetreuung und Bücherei,) zwar ausreichend, aber vergleichsweise schlank besetzt ist für diese vielfältigen Aufgaben.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Brunnthal steht gut da. In den vergangenen Jahren haben wir mit Weitblick und Sachverstand agiert. Das Geld wurde in wichtige und notwendige Aufgaben investiert und nicht leichtfertig für unnötige und langfristig teure Maßnahmen aufgewendet. Hier gilt auch mein Dank an die Mitarbeiter in der Verwaltung. Sie haben immer vorsichtig und umsichtig agiert und dem Gemeinderat entsprechende Vorschläge zur Abstimmung erarbeitet.

Ich wünsche Ihnen einen glitzernden Jahresabschluss – kommen Sie zum Feuerwerk der Feuerwehr Brunnthal beim Bolzplatz – und für das neue Jahrzehnt nur das Beste!

Ihr Stefan Kern

Bürgermeister