Kommunale Wärmeplanung in der Gemeinde Brunnthal

Seit 2024 sind Kommunen gesetzlich verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung (KWP) zu erstellen. Diese bildet die Grundlage dafür, wie die Gemeinde ihre Wärmeversorgung langfristig klimaneutral gestalten kann. Sie ist nicht rechtsverbindlich – weder verpflichtet sie die Gemeinde zum Bau eines Wärmenetzes, noch Bürgerinnen und Bürger zu einem Heizungstausch. Vielmehr zeigt sie Optionen, Prioritäten und mögliche Entwicklungspfade auf und dient als Planungsinstrument, das regelmäßig aktualisiert wird

Seit 2024 sind Kommunen gesetzlich verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung (KWP) zu erstellen. Diese bildet die Grundlage dafür, wie die Gemeinde ihre Wärmeversorgung langfristig klimaneutral gestalten kann. Sie ist nicht rechtsverbindlich – weder verpflichtet sie die Gemeinde zum Bau eines Wärmenetzes, noch Bürgerinnen und Bürger zu einem Heizungstausch. Vielmehr zeigt sie Optionen, Prioritäten und mögliche Entwicklungspfade auf und dient als Planungsinstrument, das regelmäßig aktualisiert wird.

In einem ersten Schritt wurde eine umfangreiche Bestands- und Potenzialanalyse durchgeführt. Für die Analyse wurden rund 2.035 Gebäude betrachtet, darunter Wohnhäuser, öffentliche Gebäude sowie Gewerbe- und Wirtschaftsflächen. Der jährliche Wärmebedarf in der Gemeinde Brunnthal liegt insgesamt bei etwa 49,7 GWh, was zu einem CO₂-Ausstoß von rund 12.500 Tonnen pro Jahr führt. Aktuell stammen etwa 71,8 Prozent der Wärme aus fossilen Energieträgern wie Heizöl und Erdgas.

Die Potenzialanalyse bewertet erneuerbare Wärmequellen wie Biomasse, Umweltwärme, Biomethan und Geothermie. Auch der steigende Strombedarf durch Wärmepumpen wird berücksichtigt, etwa durch zusätzliche Photovoltaikpotenziale.

Um den Wärmebedarf zu senken, wurden verschiedene Sanierungsszenarien bis zum Jahr 2045 modelliert. Auf dieser Basis wurde das Gemeindegebiet in Cluster eingeteilt: Bereiche mit hoher Wärmedichte eignen sich für Wärmenetze, während in dezentralen Gebieten vor allem gebäudeindividuelle Lösungen wie Wärmepumpen oder Inselnetze empfohlen werden. Der Maßnahmenkatalog beschreibt die nächsten Schritte – von der Weiterentwicklung möglicher Wärmenetze über die Konkretisierung der Wärmeerzeugung bis hin zur Integration der Wärmeplanung in Bauleitprozesse.

Für Herbst 2026 ist eine öffentliche Abschlussveranstaltung geplant: Eine klare Kommunikations- und Beteiligungsstrategie soll Transparenz schaffen und Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu beteiligen. Abschließend sieht die KWP ein regelmäßiges Monitoring und eine Fortschreibung alle fünf Jahre vor, um den Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung kontinuierlich zu begleiten.

Öffentlichkeitsbeteiligung Kommunale Wärmeplanung

Vom 26. Mai bis 26.Juni 2026 haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, im Rahmen einer öffentlichen Beteiligung die Unterlagen einzusehen und eine Stellungnahme abzugeben. Die Unterlagen zur kommunalen Wärmeplanung stehen während der Auslegungsfrist sowohl hier zur Verfügung und können parallel auch vor Ort im Rathaus (Zimmer 1. OG 08) persönlich eingesehen werden. Nach Abschluss der öffentlichen Auslegung werden die eingegangenen Stellungnahmen geprüft und – soweit möglich – in die weitere Planung einbezogen. Im Anschluss wird die vollständige kommunale Wärmeplanung veröffentlicht und auf der Website der Gemeinde bereitgestellt, sodass sie für alle Interessierten dauerhaft einsehbar ist.